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20.11.2000

Wegen einer Mücke nicht so gut geschlafen. Erst 7.15 Uhr aufgestanden. Sehr gutes Frühstück. Zum Internetcafe - leider keine Verbindung. Karten geschrieben. Wegen meiner Übelkeit wieder ins Bett gegangen. Nachmittags wieder ins Internetcafe. Jetzt funktioniert es und den ganzen Nachmittag gemailt.

21.11.2000

Wegen eines grossen Loches im Mückennetz des Hotels schlecht geschlafen. Beim Bezahlen zog ich für das defekte Moskitonetz und für das fehlende warme Wasser 5% ab. Es gab einen Riesenaufstand. Sie liessen sich auf keinen Abzug ein. Nach gutem Frühstück mit 2 hartgekochten Eiern losgefahren. An der Grenze nach Benin keine Probleme, obwohl mein Visum erst am 1.12. anfängt. Die Fahrt war wegen sehr viel Staub und Abgasen sehr nervig. Ausserdem geht es ständig hoch und runter und noch Gegenwind. Erst in einer Kleinstadt gab es etwas kühles zu trinken. Früh ins Bett.

22.11.2000

Mit Sonnenaufgang losgefahren. Die Pistenstrasse ist einigermassen zu fahren. Erdnüsse zum Frühstück. Zwischendurch Reis mit scharfer Sauce. Aber zu trinken gibt es nichts. Die Strasse ist schon wesentlich ruhiger. Nur noch ca. 10 Autos am Tag. Aber hügelig und Gegenwind. Es ist der Harmattan. Seit 2 Tagen ist klarer Himmel. Es sind herrlich viele Sterne zu sehen und Nachts braucht man einen Schlafsack.

23.11.2000

Gegen 7.00 Uhr aufgestanden, aber nur, weil hier die Zeit eine Stunde später ist als in Togo. Sachen zusammengepackt. Eine Suppe mit Zucker zum Frühstück. In Bari 3 Kaffee und ein ganzes Baguette gefrühstückt. Die Luft ist angenehm und duftend. Schöne Gegend. Leider kein Tier zu sehen. Im Hotel meine Wunden desinfiziert. Die Lymphdrüsen sind geschwollen. Am Po sind einige Hautrötungen. Die schmerzen. Ich kann schlecht sitzen. Eigentlich brauche ich 3 Tage Pause, aber es sieht nach mehreren Tagen ohne Hotel aus.

24.11.2000

Gegen 7.00 Uhr aufgestanden. Der Hotelier brachte mich mit seinem Moped zum Frühstück zur Strasse. Die Gegend ist sehr schön. Leider waren heute wieder mehr Autos unterwegs. Zwischendurch Mädchen am Straßenrand und Mütter mit ihren Kindern fotografiert. Sie gaben mir Reis mit Hähnchen und waren sehr nett. Nach 25 km war ich schon sehr fertig, so dass diese Pause gut tat. Die Sonne scheint heiss vom Himmel. Auf meinen Armen haben sich Hitzebläschen gebildet. In Nikki grosse Enttäuschung. Das beste der 3 Hotels hat Zimmer mit Dusche aus dem Eimer ohne WC - aber es ist sauber. Geduscht und gut geschlafen.

25.11.2000

Zum Frühstück zur Strasse. Einen deutsch sprechenden Geschäftsmann getroffen. Fahrrad gereinigt und Hinterradschlauch gewechselt. Auch in dieser Stadt wird alles angesteckt, was eben brennen kann. Angeblich wegen der Ungeziefer und Schlangen. Morgens war es nebelig und kühl und einige Regentropfen aber ab 10 Uhr war schon wieder blauer Himmel. Es gibt hier folgende Holzsorten: Irokko - Blätter wie grosse Buchenblätter; Kalcedra (Chinin); Torro (wie Teak); Boi - schwarze Frucht, weisses Holz; Baobab; Eucalyptus; Kapok - 2 Sorten, rote Blüte = weisses Holz. Bis Yaounde sind es noch 1137 km Luftlinie - kaum der Rede wert, wenn doch der Hintern ok wäre.

26.11.2000

Ganz gut geschlafen, im Dorf gefrühstückt und los. Bis zur Grenze nach Nigeria war die Piste einigermassen, dann Wellblech mit Sandaufschüttungen, Felsen usw. Es ist gefährlich und ein Sturz muss noch folgen. Mittags Brot und Margarine gegessen. Es schauten 100 Personen zu. In einem sehr grossen Ort Übernachtungsmöglichkeit gefragt. Nach einigem hin und her ging es auf einem Schreinerplatz. Brot und Eier zum Abendbrot. Als ich schlafen wollte, kam ein Immigrationsbeamter und spielte sich auf. Er fragte nach Fotoapparat, Nachweis, dass ich Ingenieur bin. Es passte ihm nicht, dass ich als Besuchsgrund Transit angegeben hatte und ich sollte bis spätestens 9.00 Uhr am nächsten Morgen weg sein. Abends gab es neben mir ein Rockkonzert. Wie ich mein Bett vorbereitete schauten wieder 100 Personen zu. Ganz gut geschlafen.

27.11.2000

Gegen 7.00 Uhr losgefahren. In einem anderen Ort nach heissem Wasser gefragt. Kaffee und Brot zum Frühstück. Bananen, Erdnüsse und Cola zu Mittag. Die Piste ist schlecht. Einmal ohne Folgen gestürzt weil ein Loch mit weichem Sand da war. Die Gegend ist herrlich. Es ist schade, dass ich mich so sehr auf die Strasse konzentrieren muss. Mittags Rast im Schatten auf einer Brücke. Gegen 15 Uhr angehalten und nach einem Schlafplatz gefragt. 1,4 Liter Cola getrunken. Ich merkte es an meinem Magen. Aber es gab nichts anderes. Reis gegessen. Gut unterhalten. Es gibt hier Gorillas, Schimpansen, Python 3 m lang Antilopen und Buschratten. Es soll hier auch Tiger geben. Mir wurde der kürzeste Weg nach Kisi beschrieben, aber ich muss durchs Wasser.

28.11.2000

Kaffee und Brot - es schmeckte wie Tee - zum Frühstück. Ich befahre zum ersten Mal eine Strasse, die nicht in der Karte steht. Savannenwald, mehrere Wasserläufe ohne Brücke passiert. Über den grösseren Fluss trugen 6 Männer mein Fahrrad, sonst hätte ich auch Schwierigkeiten mit der Strömung gehabt. Kein km ohne einmal absteigen zu müssen. Ständig Sand. Gegen 16.00 Uhr nahm mich ein Autofahrer mit. Zuerst wollte ich nicht, aber nach 100 m hielt er wieder und erklärte mir, dass die 15 km bis Kisi viel Sand sei. Er hatte recht. Den ganzen Tag waren überall Brände zu sehen. 4 gekochte Eier zum Abendbrot bekommen. Also wieder Plätzchen und Erdnüsse zum Sattwerden. Sprite und Malzbier getrunken und 1 Bier zum einschlafen.

29.11.2000

Vom Hotelier heisses Wasser für eine Kaffee bekommen. In einem Dorf heisses Wasser und 1 Dose Zuckermilch geschenkt bekommen, mit dem hier üblichen weichen, süssen, haltbarem Brot gegessen und unterhalten. Wieder schaute das halbe Dorf zu. Dann durch einen Nationalpark bis Igbeti gefahren. Trotz Gegenwind und starker Hügel war ich gegen 16.00 Uhr in Illorin. Leider habe ich keine interessanten Tiere gesehen. Es gibt auch keine Mücken. Aber überall Feuer und Qualm, so dass die Sonne gar nicht richtig heraus kommt. Die Menschen sind nett und rufen laufend welcome. Sie fragen nicht nach Geschenken.

30.11.2000

Gut geschlafen. Gegen 7.30 Uhr aufgestanden. Lange aufs Frühstück gewartet. Es gab auch Haferflocken. Dann ins Internetcafe. Da der Computer sooo langsam war, nur eine Mail an Christine geschrieben. Sie soll die dann weiterleiten. Die Bank nimmt keine Mastercard und keine Travellerschecks an. Da ich noch ca. 20 Tage bis Yaounde brauchen werde, wird das Geld schon reichen. Ich bin sehr müde, daher erst mal geruht.

Seppenrade: 4806 km
Yaounde: 928,9 km

01.12.2000

Nach dem Frühstück kurz gebadet, verarztet und gegen 9.00 Uhr losgefahren. Die Strasse ist geteert mit Löchern und vielen Autos. Die Gegend ist nicht schön. Die Häuser sind aus Stein schmutzig und zerfallen. Die Leute sind nett. Die Bäume werden höher und vielfältiger. Viel geschoben.

02.12.2000

Die Gegend ist bergig und eigentlich schön. Leider sind überall Brände und der Russ kommt vom Himmel. Mittags Jam gegessen und geschlafen. Nachmittags weiter nach Egbe. Am Ortsrand zeigte mit ein Polizist ein gutes Hotel. Wasser aus dem Eimer ...Nette Leute. Nach einem Bier gut geschlafen.

03.12.2000

Vor 6.00 Uhr aufgestanden, da der Generator anging. Nach dem Frühstück losgefahren. Die Fahrt war flott und schön. Manchmal konnte man frische Luft einatmen. Brennen tut es fast überall. Ab und zu singen Vögel, aber ich vermisse Tiere. Sie können wegen der vielen Feuer nicht überleben. Kalabassenbaum mit vielen Früchten fotografiert.

04.12.2000

Gegen 6.30 Uhr aufgestanden. Durch die Berge gefahren. Es gibt ein paar Stellen, wo man frische Luft atmen kann. Leider werden auch die Berge angesteckt. Einen Reiher und eine noch lebende Schlange fotografiert. Nach Rücksprache mit den Einheimischen kann ich ab Ejule eine kleinere Strasse nehmen. Es gibt hier viel und verschiedene Kirchen und Strassenschilder, die auf christliche Kirchen hinweisen. Die Häuser sind gemauert. Strassenhändler schenkten mir Bananen. Das Fahrrad wird viel bewundert. Viele fragen woher ich komme und wohin ich gehe. Abends Reis mit Fisch und viel Peperoni gegessen. Meine Lippen brennen von der Schärfe. Bald geschlafen.

05.12.2000

Früh losgefahren. Bis Ajaokuta war die Strasse eine Autobahn mit Mautgebühr. d.h. Wenig Autos und gut zu befahren. Zwischendurch Bremsseil ausgewechselt. Es war an der Stelle gerissen, wo das Führungsrohr während des 1. Autotransports einen Knick bekommen hatte. In Ajaokuta das Gästehaus eines Deutschen gesucht, der vermutlich die halbe Stadt besitzt. Er hat die Brücke gefertigt. 30 cm breite Dehnungsfugen. Hinter der Brücke gezeltet. Jetzt höre ich auch das Feuer. Aber der Platz scheint mir sicher. Steiniger Boden mit wenig Gras. Gut, dass ich eine Plastikhammer habe. Ich bin schmutzig und total verschwitzt. Aber in 2 Tagen soll es wieder ein Hotel geben.

06.12.2000

7.30 Uhr losgefahren. Bergige aber schöne Strecke. Leider stimmte die Karte nicht. Der Weg ist weiter, wie ich dachte. Es sind immer wieder schnell fliessende Bäche da. In einem habe ich mein Hemd gewaschen. Es hat die ersten Löcher. Viele Menschen sind um mich drumherum, wenn ich meinen Schlafplatz vorbereitete. Keiner gab mir was zu essen. Viele fragten, ob ich eine Bibel habe. Ich weise sie daraufhin hin, dass darin steht: "Lasset die Kinder zu mir kommen" und nicht "Verscheuche sie mit einem Stock". Ausserdem: "Liebe Deinen Nächsten" und nicht "Fahre rücksichtslos mit 100 km/h durch jedes Dorf ohne Mindestabstand aber mit Hupen und Stauben". Die Menschen stehen um mich herum, bis ich eingeschlafen bin.

07.12.2000

Gegen 6.30 Uhr mit 30 Menschen aufgestanden. Dann eine schöne lange Abfahrt an dessen Ende ich mich an einem Fluss waschen konnte. Die Gegend ist schön, leider wieder verbrannt. Der Gegenwind nervt. Leider stimmte die Karte wieder nicht. Das empfohlene Hotel war auch nicht da. Ganz gut gegessen. Leider wieder mit zuviel Peperoni. Das bin ich jetzt leid. Ins Bett gefallen und geschlafen.

08.12.2000

Brot und leckeren Kaffee zum Frühstück. Dann 125 km mit Rückenwind bis Opi gefahren. Bergab auf einer Autobahn habe ich eine LKW überholt. Weniger Feuer wie sonst. Das Fahrrad ist super. So langsam merke ich den Kettenverschleiss, aber er ist noch nicht zu sehen. Zum ersten Mal um Würfelzucker gefeilscht, den es hier bestimmt genug gibt. Ich nehme 2 Stück Zucker für eine Tasse Tee aber sie wollten es mir nicht geben. Sie liessen sich den Zucker extra bezahlen. Es gibt hier deutsche Butter. Sonst immer nur nicht schmeckende Margarine. Nach dem Essen sollte warmes Wasser in der Badewanne sein, aber da war nichts. Mit einem Tauchsieder einige Eimer Wasser erwärmt und gebadet.

09.12.2000

Ohne Frühstück wegen der gestrigen Gelddiskussion losgefahren. Sie wollten mehr Geld, als auf der Karte steht und konnten mir das Essen lt. Karte gar nicht geben. Das nigerianische Essen gefällt mir gar nicht. Die Strasse war nicht mehr bergig sondern hügelig. Erstes mal Verstopfung.

10.12.2000

Während ich frühstücken möchte fegen und stauben die Serviererinnen. Von gestern ist nicht weggeräumt. Es ist nervig. Mit starkem Gegenwind Stärke ca. 8 losgefahren. Rechts abgebogen auf eine Piste. Sehr schön. Keine Autos, durch Wälder und Felder und kein Wellblech. An einem Dorf mit Holzbooten angekommen. Die Leute waren sehr nett. Deshalb blieb ich. Mit einem Führer und Kindern einen Rundgang durch den Wald gemacht. Anschliessend wurde ich zum Waschen zu einer Insel geschifft (damit ich mich auch mal ohne Zuschauer waschen kann) Auf der Veranda wurde mir ein Schlafplatz vorbereitet. Ständig sind mindestens 50 Leute um mich drumherum.

11.12.2000

In der Dämmerung wurde ich wegen der Bootsfahrt geweckt. Dann zu Fuss weiter. Anschliessend eine bergige asphaltierte Strasse gefahren. War ganz gut, da die Gegend so schön ist. Zu Mittag frische Kokosnuss gegessen. Eine Frau bei der ich frisch gepressten Orangensaft trinken wollte, schickte mich zu einer Tankstelle: Orangensaft im Tetrapack. Also Cola getrunken. Leider gibt es hier keinen Hochdruckreiniger um mein Fahrrad zu reinigen. Vor der Hotelbar habe ich eine Ratte gesehen.

12.12.2000

Yaounde 387 km
Seppenrade 5079 km

20 km herrliche Strasse bergab bis zur Grenze nach Kamerun. Die Grenzformalitäten von Nigeria dauerten lange. Anschliessend ging die Piste durch den Urwald. Sehr bergig aber gut zu fahren. Der Wald ist herrlich. Leider kommen bei einer Pause sofort viele Fliegen und wenn man von der Piste abweicht, krabbeln überall Ameisen. An einer Brücke 1 Dose Thunfisch gegessen. Mehr war wegen der Fliegen nicht drin. Abends spazieren gegangen. 2 km entfernt ist der Lac Ejagham. Dort kann man in der Dämmerung viele Tiere sehen. Ich wurde nett empfangen und soll noch mal wiederkommen.

13.12.2000

Nach Frühstück mit Tee und Ei mit Tomaten losgefahren. Sehr hügelig, bergig. Oft geschoben. Die Gegend ist wunderschön. Viele Dörfer in denen ich trinken kann. Ich habe Äpfel gegessen, die zwar aussehen wie unsere aber ganz anders schmecken. Sie haben einen dicken Kern. Die Leute sind sehr nett. Die Anzahl der Autos ist erträglich. Ich sehe viele schöne Stellen. Das Hotel ist ganz sauber, aber leider wieder ohne Wasser. Wieder Dusche aus einem Eimer und dann gegessen. Den herrlichen Urwald hoch über einem Fluss fotografiert.

14.12.2000

Später aufgestanden. Gut gefrühstückt und los. Bergig mit viel schieben. Die Piste ist für die Autos nicht schlecht, aber für Fahrrad ... entweder Kiesgeröll, herausstehende Steine oder Wellblech. Bis zur Abzweigung zu viele Autos. Die Gegend ist herrlich. In einem Bach gewaschen. Abends in Gazang geblieben. Es war einladend zwischen den Bergen. Vor allen Dingen war es spät genug. Thunfisch mit Plätzchen gegessen. Gut geschlafen. Ich brauchte keinen Schlafsack. Morgens tropfte das Wasser von einer Palme unter der ich schlief.

15.12.2000

Mit Sonnenaufgang losgefahren. Ohne grossartige Pausen laufend weiter. Es ist herrlich in den Bergen. Die Autos werden weniger. Die Leute wunderten sich, dass ich mit dem Fahrrad nach Dschang wollte. Da sei ein Hügel, der nur mit einem Allrad zu befahren sei. Ausserdem würde ich für die 50 km mehr als 2 Tage brauchen usw. Sie hatten recht. Ein 5 km langer Aufstieg über Geröllpiste und doppelt so steil wie der alte Berg. 2 Jungen halfen mir. Ich zog das Fahrrad mit dem Seil und 1 Junge schob das Rad. Aber die Aussicht war herrlich. Oben auf dem Berg war ein sauberes Hotel. Der Ort heisst Mingi. Mit warmem Wasser aus dem Eimer geduscht. Pommes und gebackenes Ei zum Abendbrot. Nach dem Bier ins Bett.

16.12.2000

Schlechte Piste im Schritttempo bergab. Geld getauscht ohne Quittung und sonstigem Papierkram. Dann war es bergig, berghoch und im Schritttempo bergab. Diesmal gab es einen 10 km langen Aufstieg zu Alou. 1660 m hoch. Ein Lehrer half mir dabei. Es war auch allein nicht zu schaffen. Es sollte der letzte Berg sein und einfach und waagerecht nach Dschang gehen. Ich war zu kaputt, so dass ich nach 3 Bergen mein Nachtlager aufschlug. Auf dem Geröll mein Nachtlager aufgeschlagen. Da hier nicht viele Autos fahren, konnte ich die Kräuter und Orchideen riechen. Nachts wurde es 5 Grad kalt.

17.12.2000

Morgens wollte ich liegen bleiben, bis die Sonne meinen Schlafsack trocknet. Leider kamen wieder Leute. Der Weg nach Dschang war nicht waagerecht. Die ganze Zeit geschoben und Berg runter im Schritttempo. In Dschang 5 Internetcafes abgeklappert. Entweder keine Verbindung, geschlossen oder sie wussten Ihr Passwort nicht. Es waren keine vernünftigen Zigaretten zu bekommen. Mein Fahrrad und meine Taschen gereinigt. In Dschang kann man reichhaltig einkaufen.

18.12.2000

Endlich mal wieder ein reichhaltiges Frühstück. Leider war ein Ei nicht ok, so dass ich es den ganzen Tag merkte. Ich musste öfter schieben. Eine grellgrünes Schlange auf der Strasse gesehen. Das Wetter war angenehm. Trotz Gegenwind Bandjoun erreicht.

19.12.2000

Warm und lange geduscht. Es ging wieder berghoch und runter. Aber die Berge sind nicht mehr so steil. Die Strasse ist gut und nicht mehr soviel Autos. Zwischendurch einen Motorradfahrer aus Australien gesprochen. Er erzählte von einem Fahrradfahrer, der von Südafrika nach Schottland fährt. Als ich in Makene ankomme, bin ich total erledigt. Der Schnupfen und die Magenverstimmung fordern ihr Opfer. Ich merke meinen Rücken.

20.12.2000

Gut geschlafen. Hügelige Strasse nach Bafia. Die Gegend ist ansprechend. Wenige Autos. Eine lebende Schlange gesehen. Die ersten Mandarinen gesehen und gegessen. Das Wetter ist bewölkt und sehr schwül. In der Nacht stören einige Mücken.

21.12.2000

Die gleiche gute Strasse weitergefahren. Sie ist hügelig, so dass ich oft schieben muss.
Es ist sehr schwül. Das Wasser läuft mir in Strömen. Es ist bewölkt. Ab und zu kommt die Sonne durch. Das tut gut. Es sind viele Bäume zu sehen mit einem Stammdurchmesser von > 1,00 m. An meinem Hotel ist ein Teich, an dem viele Frösche quaken. Ein LKW drängte mich von der Strasse. Ich freue mich auf die warme Badewanne bei Nazaire. Der Baum mit den roten Blüten, den langen Hülsen und den Blättern ähnlich der Akazie heisst Safety = Lao. Das gleiche Aussehen mit kleineren Blättern und Früchten hat der Baum Ave = Asseng.

22.12.2000

Einen Rundgang übers Hotelgelände gemacht. Es ist schön an einem Fluss gelegen. Leider ist der Tennisplatz, Swimmingpool, Pavillons usw. ungepflegt und verkommen. Leider war niemand da, der mir Frühstück machen konnte. Daher - wie so oft - in der Stadt gefrühstückt. Wieder oft geschoben. In Yaounde brachte mich ein Student zur Universität. Ich hätte es nicht wieder erkannt. Es hat sich vieles verändert. Von Nazaire wurde ich herzlich begrüsst und ich bekam ein Zimmer in der Uni. Dort erst mal lauwarm geduscht. Mutter angerufen. Es ist kein überwältigendes Gefühl das Ziel erreicht zu haben. Es ging einfach zu schnell.

23.12.2000

Gut geschlafen und gefrühstückt. Ursprünglich wollte Nazaire mich um 10.00 Uhr zu einer Hochzeit abholen. Dann aber Nachricht von ihm Schwiegermutter krank Auto defekt. Also mit meinem Fahrtabschlussbericht angefangen und mails geschrieben. Abends mit Nazaire unterhalten.

24.12.2000

Gegen 6.00 Uhr aufgestanden. Ich bin es eben so gewohnt. In Ruhe gefrühstückt. Zum Internetcafe und mails geschrieben und beantwortet. Dann in Nazaires Wohnung. Interessante und detaillierte Unterhaltung. Leckeres Essen. Einkauf in Yaounde. Gegen 21.00 Uhr zurück ins Zimmer. Zum ersten Mal verbringe ich Heiligabend allein.

25.12.2000

Gut geschlafen, gefrühstückt, geduscht und weiterhin an meinem Bericht geschrieben. Weihnachten bei Nazaires Schwager gefeiert. Hier in Afrika gibt es keine Adventszeit, keine Bescherung an Heiligabend und keinen 2. Weihnachtsfeiertag. Hier ist am 25.12. ein Weihnachtsfeiertag, der mit Essen, Tanz und Unterhaltung gefeiert wird. Gegen 21.30 Uhr zurück und dann bald geschlafen.

26.12.2000

Mit dem Fahrrad gefahren. Abends mit Christine wegen des Rückflugs telefoniert. Es wird Abends immer später, dass ich ins Bett komme und das Aufstehen verschiebt sich entsprechend.

27.12.2000

Mit Nazaire zu seiner Schwieger-Oma in den Busch. Erst eine Grotte besichtigt und fotografiert. Dann die Kirche, in der Nazaire geheiratet hat. Die Oma ist 100 Jahre alt.

28.12.2000

Gegen 10.00 Uhr mit Nazaire zum Air France Büro. Den Rückflug für den 01.01. gebucht. Er ist 50% teurer als der Hin- und Rückflug vor 2 Jahren mit meinen 40 kg Gepäck. Dann zur Bank, um Geld zu holen. Die Aktion dauerte bis 2.00 Uhr, da es so voll war.

29.12.2000

Über Tag an der Reisezusammenfassung geschrieben und viel geruht. Abends mit Studenten in eine Kneipe gegangen und gut unterhalten. Schon mal die Unterkunft bezahlt.

30.12.2000

Gut geschlafen, wie immer in der Uni gut gefrühstückt und an der Zusammenfassung geschrieben. Mit dem Rad die Umgebung erkundigt. Es gibt viele bebaute und unbebaute Grundstücke mit teilweise herrlichen Aussichten, denn Yaounde ist ist über viele Berge verteilt. In ca. 4 km Entfernung Richtung Duala gibt es einen schönen See. Er scheint sauberes Wasser zu haben und der Wasser- oder Stromversorgung zu dienen. Leider kommt man kaum an ihn heran. Es gibt hier verschiedene Vogelarten.

31.12.2000

Spät aufgestanden. Es ist wieder so warm, dass das Wasser im Sitzen fliesst.

01.01.2001

Rückflug nach Deutschland
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