Wegen einer Mücke nicht so gut geschlafen. Erst 7.15 Uhr aufgestanden.
Sehr gutes Frühstück. Zum Internetcafe - leider keine Verbindung.
Karten geschrieben. Wegen meiner Übelkeit wieder ins Bett gegangen.
Nachmittags wieder ins Internetcafe. Jetzt funktioniert es und den ganzen
Nachmittag gemailt.
21.11.2000
Wegen eines grossen Loches im Mückennetz des Hotels schlecht
geschlafen. Beim Bezahlen zog ich für das defekte Moskitonetz und
für das fehlende warme Wasser 5% ab. Es gab einen Riesenaufstand. Sie
liessen sich auf keinen Abzug ein. Nach gutem Frühstück mit 2
hartgekochten Eiern losgefahren. An der Grenze nach Benin keine Probleme,
obwohl mein Visum erst am 1.12. anfängt. Die Fahrt war wegen sehr viel
Staub und Abgasen sehr nervig. Ausserdem geht es ständig hoch und
runter und noch Gegenwind. Erst in einer Kleinstadt gab es etwas kühles
zu trinken. Früh ins Bett.
22.11.2000
Mit Sonnenaufgang losgefahren. Die Pistenstrasse ist einigermassen zu
fahren. Erdnüsse zum Frühstück. Zwischendurch Reis mit
scharfer Sauce. Aber zu trinken gibt es nichts. Die Strasse ist schon
wesentlich ruhiger. Nur noch ca. 10 Autos am Tag. Aber hügelig und
Gegenwind. Es ist der Harmattan. Seit 2 Tagen ist klarer Himmel. Es sind
herrlich viele Sterne zu sehen und Nachts braucht man einen Schlafsack.
23.11.2000
Gegen 7.00 Uhr aufgestanden, aber nur, weil hier die Zeit eine Stunde
später ist als in Togo. Sachen zusammengepackt. Eine Suppe mit Zucker
zum Frühstück. In Bari 3 Kaffee und ein ganzes Baguette
gefrühstückt. Die Luft ist angenehm und duftend. Schöne
Gegend. Leider kein Tier zu sehen. Im Hotel meine Wunden desinfiziert. Die
Lymphdrüsen sind geschwollen. Am Po sind einige Hautrötungen. Die
schmerzen. Ich kann schlecht sitzen. Eigentlich brauche ich 3 Tage Pause,
aber es sieht nach mehreren Tagen ohne Hotel aus.
24.11.2000
Gegen 7.00 Uhr aufgestanden. Der Hotelier brachte mich mit seinem Moped zum
Frühstück zur Strasse. Die Gegend ist sehr schön. Leider
waren heute wieder mehr Autos unterwegs. Zwischendurch Mädchen am
Straßenrand und Mütter mit ihren Kindern fotografiert. Sie gaben
mir Reis mit Hähnchen und waren sehr nett. Nach 25 km war ich schon
sehr fertig, so dass diese Pause gut tat. Die Sonne scheint heiss vom
Himmel. Auf meinen Armen haben sich Hitzebläschen gebildet. In Nikki
grosse Enttäuschung. Das beste der 3 Hotels hat Zimmer mit Dusche aus
dem Eimer ohne WC - aber es ist sauber. Geduscht und gut geschlafen.
25.11.2000
Zum Frühstück zur Strasse. Einen deutsch sprechenden
Geschäftsmann getroffen. Fahrrad gereinigt und Hinterradschlauch
gewechselt. Auch in dieser Stadt wird alles angesteckt, was eben brennen
kann. Angeblich wegen der Ungeziefer und Schlangen. Morgens war es nebelig
und kühl und einige Regentropfen aber ab 10 Uhr war schon wieder blauer
Himmel. Es gibt hier folgende Holzsorten: Irokko - Blätter wie grosse
Buchenblätter; Kalcedra (Chinin); Torro (wie Teak); Boi - schwarze
Frucht, weisses Holz; Baobab; Eucalyptus; Kapok - 2 Sorten, rote Blüte
= weisses Holz. Bis Yaounde sind es noch 1137 km Luftlinie - kaum der Rede
wert, wenn doch der Hintern ok wäre.
26.11.2000
Ganz gut geschlafen, im Dorf gefrühstückt und los. Bis zur Grenze
nach Nigeria war die Piste einigermassen, dann Wellblech mit
Sandaufschüttungen, Felsen usw. Es ist gefährlich und ein Sturz
muss noch folgen. Mittags Brot und Margarine gegessen. Es schauten 100
Personen zu. In einem sehr grossen Ort
Übernachtungsmöglichkeit gefragt. Nach einigem hin und her
ging es auf einem Schreinerplatz. Brot und Eier zum Abendbrot. Als ich
schlafen wollte, kam ein Immigrationsbeamter und spielte sich auf. Er fragte
nach Fotoapparat, Nachweis, dass ich Ingenieur bin. Es passte ihm nicht,
dass ich als Besuchsgrund Transit angegeben hatte und ich sollte bis
spätestens 9.00 Uhr am nächsten Morgen weg sein. Abends gab es
neben mir ein Rockkonzert. Wie ich mein Bett vorbereitete schauten wieder 100
Personen zu. Ganz gut geschlafen.
27.11.2000
Gegen 7.00 Uhr losgefahren. In einem anderen Ort nach heissem Wasser
gefragt. Kaffee und Brot zum Frühstück. Bananen, Erdnüsse und
Cola zu Mittag. Die Piste ist schlecht. Einmal ohne Folgen gestürzt
weil ein Loch mit weichem Sand da war. Die Gegend ist herrlich. Es ist
schade, dass ich mich so sehr auf die Strasse konzentrieren muss. Mittags
Rast im Schatten auf einer Brücke. Gegen 15 Uhr angehalten und nach
einem Schlafplatz gefragt. 1,4 Liter Cola getrunken. Ich merkte es an meinem
Magen. Aber es gab nichts anderes. Reis gegessen. Gut unterhalten. Es gibt
hier Gorillas, Schimpansen, Python 3 m lang Antilopen und Buschratten. Es
soll hier auch Tiger geben. Mir wurde der kürzeste Weg nach Kisi
beschrieben, aber ich muss durchs Wasser.
28.11.2000
Kaffee und Brot - es schmeckte wie Tee - zum Frühstück. Ich
befahre zum ersten Mal eine Strasse, die nicht in der Karte steht.
Savannenwald, mehrere Wasserläufe ohne Brücke passiert. Über
den grösseren Fluss trugen 6 Männer mein Fahrrad, sonst hätte
ich auch Schwierigkeiten mit der Strömung gehabt. Kein km ohne einmal
absteigen zu müssen. Ständig Sand. Gegen 16.00 Uhr nahm mich ein
Autofahrer mit. Zuerst wollte ich nicht, aber nach 100 m hielt er wieder und
erklärte mir, dass die 15 km bis Kisi viel Sand sei. Er hatte recht.
Den ganzen Tag waren überall Brände zu sehen. 4 gekochte Eier zum
Abendbrot bekommen. Also wieder Plätzchen und Erdnüsse zum
Sattwerden. Sprite und Malzbier getrunken und 1 Bier zum einschlafen.
29.11.2000
Vom Hotelier heisses Wasser für eine Kaffee bekommen. In einem Dorf
heisses Wasser und 1 Dose Zuckermilch geschenkt bekommen, mit dem hier
üblichen weichen, süssen, haltbarem Brot gegessen und unterhalten.
Wieder schaute das halbe Dorf zu. Dann durch einen Nationalpark bis Igbeti
gefahren. Trotz Gegenwind und starker Hügel war ich gegen 16.00 Uhr in
Illorin. Leider habe ich keine interessanten Tiere gesehen. Es gibt auch
keine Mücken. Aber überall Feuer und Qualm, so dass die Sonne gar
nicht richtig heraus kommt. Die Menschen sind nett und rufen laufend
welcome. Sie fragen nicht nach Geschenken.
30.11.2000
Gut geschlafen. Gegen 7.30 Uhr aufgestanden. Lange aufs Frühstück
gewartet. Es gab auch Haferflocken. Dann ins Internetcafe. Da der Computer
sooo langsam war, nur eine Mail an Christine geschrieben. Sie soll die dann
weiterleiten. Die Bank nimmt keine Mastercard und keine Travellerschecks an.
Da ich noch ca. 20 Tage bis Yaounde brauchen werde, wird das Geld schon
reichen. Ich bin sehr müde, daher erst mal geruht.
Seppenrade: 4806 km
Yaounde: 928,9 km
01.12.2000
Nach dem Frühstück kurz gebadet, verarztet und gegen 9.00 Uhr
losgefahren. Die Strasse ist geteert mit Löchern und vielen Autos. Die
Gegend ist nicht schön. Die Häuser sind aus Stein schmutzig und
zerfallen. Die Leute sind nett. Die Bäume werden höher und
vielfältiger. Viel geschoben.
02.12.2000
Die Gegend ist bergig und eigentlich schön. Leider sind überall
Brände und der Russ kommt vom Himmel. Mittags Jam gegessen und
geschlafen. Nachmittags weiter nach Egbe. Am Ortsrand zeigte mit ein
Polizist ein gutes Hotel. Wasser aus dem Eimer ...Nette Leute. Nach einem
Bier gut geschlafen.
03.12.2000
Vor 6.00 Uhr aufgestanden, da der Generator anging. Nach dem
Frühstück losgefahren. Die Fahrt war flott und schön.
Manchmal konnte man frische Luft einatmen. Brennen tut es fast überall.
Ab und zu singen Vögel, aber ich vermisse Tiere. Sie können wegen
der vielen Feuer nicht überleben. Kalabassenbaum mit vielen
Früchten fotografiert.
04.12.2000
Gegen 6.30 Uhr aufgestanden. Durch die Berge gefahren. Es gibt ein paar
Stellen, wo man frische Luft atmen kann. Leider werden auch die Berge
angesteckt. Einen Reiher und eine noch lebende Schlange fotografiert. Nach
Rücksprache mit den Einheimischen kann ich ab Ejule eine kleinere
Strasse nehmen. Es gibt hier viel und verschiedene Kirchen und
Strassenschilder, die auf christliche Kirchen hinweisen. Die Häuser
sind gemauert. Strassenhändler schenkten mir Bananen. Das Fahrrad wird
viel bewundert. Viele fragen woher ich komme und wohin ich gehe. Abends Reis
mit Fisch und viel Peperoni gegessen. Meine Lippen brennen von der
Schärfe. Bald geschlafen.
05.12.2000
Früh losgefahren. Bis Ajaokuta war die Strasse eine Autobahn mit
Mautgebühr. d.h. Wenig Autos und gut zu befahren. Zwischendurch
Bremsseil ausgewechselt. Es war an der Stelle gerissen, wo das
Führungsrohr während des 1. Autotransports einen Knick bekommen
hatte. In Ajaokuta das Gästehaus eines Deutschen gesucht, der
vermutlich die halbe Stadt besitzt. Er hat die Brücke gefertigt. 30 cm
breite Dehnungsfugen. Hinter der Brücke gezeltet. Jetzt höre ich
auch das Feuer. Aber der Platz scheint mir sicher. Steiniger Boden mit wenig
Gras. Gut, dass ich eine Plastikhammer habe. Ich bin schmutzig und total
verschwitzt. Aber in 2 Tagen soll es wieder ein Hotel geben.
06.12.2000
7.30 Uhr losgefahren. Bergige aber schöne Strecke. Leider stimmte die
Karte nicht. Der Weg ist weiter, wie ich dachte. Es sind immer wieder
schnell fliessende Bäche da. In einem habe ich mein Hemd gewaschen. Es
hat die ersten Löcher. Viele Menschen sind um mich drumherum, wenn ich
meinen Schlafplatz vorbereitete. Keiner gab mir was zu essen. Viele fragten,
ob ich eine Bibel habe. Ich weise sie daraufhin hin, dass darin steht:
"Lasset die Kinder zu mir kommen" und nicht "Verscheuche sie
mit einem Stock". Ausserdem: "Liebe Deinen Nächsten" und
nicht "Fahre rücksichtslos mit 100 km/h durch jedes Dorf ohne
Mindestabstand aber mit Hupen und Stauben". Die Menschen stehen um mich
herum, bis ich eingeschlafen bin.
07.12.2000
Gegen 6.30 Uhr mit 30 Menschen aufgestanden. Dann eine schöne lange
Abfahrt an dessen Ende ich mich an einem Fluss waschen konnte. Die Gegend
ist schön, leider wieder verbrannt. Der Gegenwind nervt. Leider stimmte
die Karte wieder nicht. Das empfohlene Hotel war auch nicht da. Ganz gut
gegessen. Leider wieder mit zuviel Peperoni. Das bin ich jetzt leid. Ins
Bett gefallen und geschlafen.
08.12.2000
Brot und leckeren Kaffee zum Frühstück. Dann 125 km mit
Rückenwind bis Opi gefahren. Bergab auf einer Autobahn habe ich eine
LKW überholt. Weniger Feuer wie sonst. Das Fahrrad ist super. So
langsam merke ich den Kettenverschleiss, aber er ist noch nicht zu sehen.
Zum ersten Mal um Würfelzucker gefeilscht, den es hier bestimmt genug
gibt. Ich nehme 2 Stück Zucker für eine Tasse Tee aber sie wollten
es mir nicht geben. Sie liessen sich den Zucker extra bezahlen. Es gibt hier
deutsche Butter. Sonst immer nur nicht schmeckende Margarine. Nach dem Essen
sollte warmes Wasser in der Badewanne sein, aber da war nichts. Mit einem
Tauchsieder einige Eimer Wasser erwärmt und gebadet.
09.12.2000
Ohne Frühstück wegen der gestrigen Gelddiskussion losgefahren. Sie
wollten mehr Geld, als auf der Karte steht und konnten mir das Essen lt.
Karte gar nicht geben. Das nigerianische Essen gefällt mir gar nicht.
Die Strasse war nicht mehr bergig sondern hügelig. Erstes mal
Verstopfung.
10.12.2000
Während ich frühstücken möchte fegen und stauben die
Serviererinnen. Von gestern ist nicht weggeräumt. Es ist nervig. Mit
starkem Gegenwind Stärke ca. 8 losgefahren. Rechts abgebogen auf eine
Piste. Sehr schön. Keine Autos, durch Wälder und Felder und kein
Wellblech. An einem Dorf mit Holzbooten angekommen. Die Leute waren sehr
nett. Deshalb blieb ich. Mit einem Führer und Kindern einen Rundgang
durch den Wald gemacht. Anschliessend wurde ich zum Waschen zu einer Insel
geschifft (damit ich mich auch mal ohne Zuschauer waschen kann) Auf der
Veranda wurde mir ein Schlafplatz vorbereitet. Ständig sind mindestens
50 Leute um mich drumherum.
11.12.2000
In der Dämmerung wurde ich wegen der Bootsfahrt geweckt. Dann zu Fuss
weiter. Anschliessend eine bergige asphaltierte Strasse gefahren. War ganz
gut, da die Gegend so schön ist. Zu Mittag frische Kokosnuss gegessen.
Eine Frau bei der ich frisch gepressten Orangensaft trinken wollte, schickte
mich zu einer Tankstelle: Orangensaft im Tetrapack. Also Cola getrunken.
Leider gibt es hier keinen Hochdruckreiniger um mein Fahrrad zu reinigen.
Vor der Hotelbar habe ich eine Ratte gesehen.
12.12.2000
Yaounde 387 km
Seppenrade 5079 km
20 km herrliche Strasse bergab bis zur Grenze nach Kamerun. Die
Grenzformalitäten von Nigeria dauerten lange. Anschliessend ging die
Piste durch den Urwald. Sehr bergig aber gut zu fahren. Der Wald ist
herrlich. Leider kommen bei einer Pause sofort viele Fliegen und wenn man
von der Piste abweicht, krabbeln überall Ameisen. An einer Brücke
1 Dose Thunfisch gegessen. Mehr war wegen der Fliegen nicht drin. Abends
spazieren gegangen. 2 km entfernt ist der Lac Ejagham. Dort kann man in der
Dämmerung viele Tiere sehen. Ich wurde nett empfangen und soll noch mal
wiederkommen.
13.12.2000
Nach Frühstück mit Tee und Ei mit Tomaten losgefahren. Sehr
hügelig, bergig. Oft geschoben. Die Gegend ist wunderschön. Viele
Dörfer in denen ich trinken kann. Ich habe Äpfel gegessen, die
zwar aussehen wie unsere aber ganz anders schmecken. Sie haben einen dicken
Kern. Die Leute sind sehr nett. Die Anzahl der Autos ist erträglich.
Ich sehe viele schöne Stellen. Das Hotel ist ganz sauber, aber leider
wieder ohne Wasser. Wieder Dusche aus einem Eimer und dann gegessen.
Den herrlichen Urwald hoch über einem Fluss fotografiert.
14.12.2000
Später aufgestanden. Gut gefrühstückt und los. Bergig mit
viel schieben. Die Piste ist für die Autos nicht schlecht, aber
für Fahrrad ... entweder Kiesgeröll, herausstehende Steine oder
Wellblech. Bis zur Abzweigung zu viele Autos. Die Gegend ist herrlich. In
einem Bach gewaschen. Abends in Gazang geblieben. Es war einladend zwischen
den Bergen. Vor allen Dingen war es spät genug. Thunfisch mit
Plätzchen gegessen. Gut geschlafen. Ich brauchte keinen Schlafsack.
Morgens tropfte das Wasser von einer Palme unter der ich schlief.
15.12.2000
Mit Sonnenaufgang losgefahren. Ohne grossartige Pausen laufend weiter. Es
ist herrlich in den Bergen. Die Autos werden weniger. Die Leute wunderten
sich, dass ich mit dem Fahrrad nach Dschang wollte. Da sei ein Hügel,
der nur mit einem Allrad zu befahren sei. Ausserdem würde ich für
die 50 km mehr als 2 Tage brauchen usw. Sie hatten recht. Ein 5 km langer
Aufstieg über Geröllpiste und doppelt so steil wie der alte Berg.
2 Jungen halfen mir. Ich zog das Fahrrad mit dem Seil und 1 Junge schob das
Rad. Aber die Aussicht war herrlich. Oben auf dem Berg war ein sauberes
Hotel. Der Ort heisst Mingi. Mit warmem Wasser aus dem Eimer geduscht.
Pommes und gebackenes Ei zum Abendbrot. Nach dem Bier ins Bett.
16.12.2000
Schlechte Piste im Schritttempo bergab. Geld getauscht ohne Quittung und
sonstigem Papierkram. Dann war es bergig, berghoch und im Schritttempo
bergab. Diesmal gab es einen 10 km langen Aufstieg zu Alou. 1660 m hoch.
Ein Lehrer half mir dabei. Es war auch allein nicht zu schaffen. Es sollte
der letzte Berg sein und einfach und waagerecht nach Dschang gehen. Ich war
zu kaputt, so dass ich nach 3 Bergen mein Nachtlager aufschlug. Auf dem
Geröll mein Nachtlager aufgeschlagen. Da hier nicht viele Autos fahren,
konnte ich die Kräuter und Orchideen riechen. Nachts wurde es 5 Grad
kalt.
17.12.2000
Morgens wollte ich liegen bleiben, bis die Sonne meinen Schlafsack trocknet.
Leider kamen wieder Leute. Der Weg nach Dschang war nicht waagerecht. Die
ganze Zeit geschoben und Berg runter im Schritttempo. In Dschang 5
Internetcafes abgeklappert. Entweder keine Verbindung, geschlossen oder sie
wussten Ihr Passwort nicht. Es waren keine vernünftigen Zigaretten zu
bekommen. Mein Fahrrad und meine Taschen gereinigt. In Dschang kann man
reichhaltig einkaufen.
18.12.2000
Endlich mal wieder ein reichhaltiges Frühstück. Leider war ein Ei
nicht ok, so dass ich es den ganzen Tag merkte. Ich musste öfter
schieben. Eine grellgrünes Schlange auf der Strasse gesehen. Das Wetter
war angenehm. Trotz Gegenwind Bandjoun erreicht.
19.12.2000
Warm und lange geduscht. Es ging wieder berghoch und runter. Aber die Berge
sind nicht mehr so steil. Die Strasse ist gut und nicht mehr soviel Autos.
Zwischendurch einen Motorradfahrer aus Australien gesprochen. Er
erzählte von einem Fahrradfahrer, der von Südafrika nach
Schottland fährt. Als ich in Makene ankomme, bin ich total erledigt.
Der Schnupfen und die Magenverstimmung fordern ihr Opfer. Ich merke meinen
Rücken.
20.12.2000
Gut geschlafen. Hügelige Strasse nach Bafia. Die Gegend ist
ansprechend. Wenige Autos. Eine lebende Schlange gesehen. Die ersten
Mandarinen gesehen und gegessen. Das Wetter ist bewölkt und sehr
schwül. In der Nacht stören einige Mücken.
21.12.2000
Die gleiche gute Strasse weitergefahren. Sie ist hügelig, so dass ich
oft schieben muss.
Es ist sehr schwül. Das Wasser läuft mir in Strömen. Es ist
bewölkt. Ab und zu kommt die Sonne durch. Das tut gut. Es sind viele
Bäume zu sehen mit einem Stammdurchmesser von > 1,00 m. An meinem Hotel
ist ein Teich, an dem viele Frösche quaken. Ein LKW drängte mich
von der Strasse. Ich freue mich auf die warme Badewanne bei Nazaire. Der
Baum mit den roten Blüten, den langen Hülsen und den Blättern
ähnlich der Akazie heisst Safety = Lao. Das gleiche Aussehen mit
kleineren Blättern und Früchten hat der Baum Ave = Asseng.
22.12.2000
Einen Rundgang übers Hotelgelände gemacht. Es ist schön an
einem Fluss gelegen. Leider ist der Tennisplatz, Swimmingpool, Pavillons
usw. ungepflegt und verkommen. Leider war niemand da, der mir
Frühstück machen konnte. Daher - wie so oft - in der Stadt
gefrühstückt. Wieder oft geschoben. In Yaounde brachte mich ein
Student zur Universität. Ich hätte es nicht wieder erkannt. Es hat
sich vieles verändert. Von Nazaire wurde ich herzlich begrüsst und
ich bekam ein Zimmer in der Uni. Dort erst mal lauwarm geduscht. Mutter
angerufen. Es ist kein überwältigendes Gefühl das Ziel
erreicht zu haben. Es ging einfach zu schnell.
23.12.2000
Gut geschlafen und gefrühstückt. Ursprünglich wollte Nazaire
mich um 10.00 Uhr zu einer Hochzeit abholen. Dann aber Nachricht von ihm
Schwiegermutter krank Auto defekt. Also mit meinem Fahrtabschlussbericht
angefangen und mails geschrieben. Abends mit Nazaire unterhalten.
24.12.2000
Gegen 6.00 Uhr aufgestanden. Ich bin es eben so gewohnt. In Ruhe
gefrühstückt. Zum Internetcafe und mails geschrieben und
beantwortet. Dann in Nazaires Wohnung. Interessante und detaillierte
Unterhaltung. Leckeres Essen. Einkauf in Yaounde. Gegen 21.00 Uhr
zurück ins Zimmer. Zum ersten Mal verbringe ich Heiligabend allein.
25.12.2000
Gut geschlafen, gefrühstückt, geduscht und weiterhin an meinem
Bericht geschrieben. Weihnachten bei Nazaires Schwager gefeiert. Hier in
Afrika gibt es keine Adventszeit, keine Bescherung an Heiligabend und keinen
2. Weihnachtsfeiertag. Hier ist am 25.12. ein Weihnachtsfeiertag, der mit
Essen, Tanz und Unterhaltung gefeiert wird. Gegen 21.30 Uhr zurück und
dann bald geschlafen.
26.12.2000
Mit dem Fahrrad gefahren. Abends mit Christine wegen des Rückflugs
telefoniert. Es wird Abends immer später, dass ich ins Bett komme und
das Aufstehen verschiebt sich entsprechend.
27.12.2000
Mit Nazaire zu seiner Schwieger-Oma in den Busch. Erst eine Grotte
besichtigt und fotografiert. Dann die Kirche, in der Nazaire geheiratet hat.
Die Oma ist 100 Jahre alt.
28.12.2000
Gegen 10.00 Uhr mit Nazaire zum Air France Büro. Den Rückflug
für den 01.01. gebucht. Er ist 50% teurer als der Hin- und
Rückflug vor 2 Jahren mit meinen 40 kg Gepäck. Dann zur Bank, um
Geld zu holen. Die Aktion dauerte bis 2.00 Uhr, da es so voll war.
29.12.2000
Über Tag an der Reisezusammenfassung geschrieben und viel geruht.
Abends mit Studenten in eine Kneipe gegangen und gut unterhalten. Schon mal
die Unterkunft bezahlt.
30.12.2000
Gut geschlafen, wie immer in der Uni gut gefrühstückt und an der
Zusammenfassung geschrieben. Mit dem Rad die Umgebung erkundigt. Es gibt
viele bebaute und unbebaute Grundstücke mit teilweise herrlichen
Aussichten, denn Yaounde ist ist über viele Berge verteilt. In ca. 4 km
Entfernung Richtung Duala gibt es einen schönen See. Er scheint
sauberes Wasser zu haben und der Wasser- oder Stromversorgung zu dienen.
Leider kommt man kaum an ihn heran. Es gibt hier verschiedene Vogelarten.
31.12.2000
Spät aufgestanden. Es ist wieder so warm, dass das Wasser im Sitzen
fliesst.