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01.11.2000

Burkina Faso Grenze
Nach Frühstück = Tee und Kaffee und bewölktem Himmel losgefahren. Es wird wieder etwas waldiger. Zwischendurch Kaffee und Brot sowie Wassermelone gegessen. Die Grenzformalitäten waren kein Problem. Nach 80 km = ½ Weg nach Bobo Diaolasso an einem Dorf angehalten. Burkina Faso ist mir sofort sympathisch. Die Leute winken und rufen wieder mehr. Zum Schluss wurde es hügelig. Wegen der hohen Bäume ist aber auch mehr Schatten. Der Dorfchef wollte wieder ein Huhn schlachten, aber ich winkte ab wegen der Ernährung der Kinder Er hat es jedoch trotzdem geschlachtet und es schmeckte super. Für mich gab es extra Nudeln. Leider können sie kaum französisch, so dass eine Unterhaltung fast unmöglich ist. Das Buch »Wo es keinen Arzt« gibt, interessiert sie sehr. Hier haben viele Kinder dicke Bäuche, obwohl sie Obst und Erdnüsse essen. Früh ins Bett gegangen und schnell geschlafen.

02.11.2000

Gut geschlafen. Wie immer mit der Sonne aufgestanden. Zum Frühstück bekam ich Baguette mit Kaffee. Bald losgefahren und erst mal etwas mit Geschmack getrunken. Also Sprite und Cola. Flaschen mit Fanta aufgefüllt. Sie ist so süss, dass ich sie 1 : 1 mit Wasser mische. Ganz gut gefahren. Auch die Dörfer, die nicht auf der Karte stehen, sind teilweise sehr gross. Da der Anhänger morgens einen Platten hatte, diesen im 1. Dorf reparieren lassen. Der Anti-Durchstich-Einsatz hatte ein Loch gescheuert. Ihn trotzdem dringelassen. Nachmittags plötzlich Platten am Hinterrad. Auch der Flicken des Fachmanns hält nicht. Dann wurde der Schlauch genäht und an 2 Stellen geflickt. In Bobo Diaolasso gutes Hotel gesucht. Plötzlich stand ich vor einem mittelmässigen. Dieses nahm ich, weil das Hinterrad schon wieder platt war. Erst mal was getrunken, gewaschen und dann das Fahrrad auseinandergenommen. Der nicht genähte Flicken löst sich. Nach dem Essen ein Internetcafe aufgesucht. Dann mit einem schwarzen Freund eines Schweizers Bier getrunken und unterhalten. Ich könnte morgen mit ihnen nach Banfora, einem Touristenausflugsziel mitfahren. Dann massieren lassen und spät geschlafen.

03.11.2000

Nicht nach Banfora mitgefahren, da das 1 Tag länger Aufenthalt bedeutet und ich mich erst ums Fahrrad und Internet kümmern möchte. Einen passenden Schlauch, allerdings mit zu dickem Ventil besorgt. Dieses ersetzt. Dann mindestens 3 Stunden Mails geschrieben, für umgerechnet über DM 30,00. Anschliessend Postkarten geschrieben. Strassenkarte gesucht. Leider alle ausverkauft. Wegen meiner Entzündung am rechten Knöchel fällt mir das Laufen schwer. In letzter Zeit waren die Strassen gut und es gab nur wenig Autos. Von den Sachen, die ich zurückgeschickt habe, vermisse ich am meisten meinen kleinen Dreibein-Stuhl und eventuell den Becher. Ansonsten wäre es schön, wenn ich noch meine Kauderwelsch-Sprachbücher hätte. Früh zu Bett.

04.11.2000

6.00 Uhr aufgestanden, gefrühstückt. Trotz starker »Montezumas Rache« möchte ich losfahren. Das war nicht gut. Nach 30 km an einem Dorf nachgefragt und bis Abends geschlafen. Die original selbstaufblasbare Luftmatratze bekommt grosse Beulen.

05.11.2000

Der Magen ist noch verstimmt, aber gut geschlafen und dann losgefahren. Da es nichts anderes gibt, Kaffee und Brot zum Frühstück und über Tag fast 1,5 Liter Cola. Trotzdem ging es mir besser und ich fuhr bis Hounde, auch weil es dort ein Hotel geben sollte. Dieses ist aber nicht sauber. Das Wasser wird erst im Dezember repariert und die Mücken haben freien Zutritt. Trotzdem dageblieben, weil eine Dusche da war, auch wenn sie gleichzeitig Toilette ist. Nach dem Abendessen zu Bett. Ab Mittag war Gegenwind und immer hügelig. Aber auch bergauf ist es gut zu fahren. Die Autos werden mehr - ca. 30 Stück am Tag - und die Strassen sind schlechter. Die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. Laufend sind Tümpel und kleine Seen mit Seerosen usw. Die Gegend ist herrlich.

06.11.2000

Ziemlich früh losgekommen, da es hier kein Frühstück gibt. Zuerst noch Haare gewaschen. Mein Fuss ist schon viel besser, aber die Wunde muss gegen Fliegen geschützt werden. Im Ort Kaffee und Baguette zum Frühstück gegessen. Im nächsten Ort Cola und Bananen gekauft. 2 Flüsse überquert. Am ersten Fluss den Kindern Bananen abgegeben. Am 2. Fluss im Schatten etwas geruht und Seeadler, Eisvogel, Milane usw. gesehen. An den Stellen, wo das Gras nicht verbrannt ist, ist es sehr schön. Aber es lodert eigentlich immer irgendwo. In Boromo Fanta Citrone getrunken und einen Deutschen getroffen, der seit 25 Jahren im Ausland lebt und seit kurzem hier ist. Er möchte nicht wieder nach Hause. Da hier ein Hotel ist, bin ich hiergeblieben. Also erst mal grosse Wäsche. Habe heute das Handtuch als Sattelunterlage benutzt. Abtrocknen brauche ich mich auch nicht, da die warme Luft alles sofort trocknet.
Entfernung nach Seppenrade 4.535 km
Entfernung nach Yaounde    1.815 km    (Das lässt sich sehen)

07.11.2000

Es gab erst gegen 7.00 Uhr Frühstück. Danach ständig Gegenwind und Berge. Aber ich wollte die halbe Strecke bis Ouagadogou schaffen. Ausserdem gab es erst in Sabou etwas anderes zu trinken als süsse Cola und Fanta. Es gibt dort sogar ein Hotel. Etwas sauberer als gestern mit Mückennetz. Aber ohne Strom und Wasser und Toilette. Da der Besitzer den gleichen Normalpreis wollte, bin ich weitergefahren, obwohl es schön an einem Krokodilsee gelegen war. Im nächsten Dorf nachgefragt und bei sehr netten Leuten unter einem Baum übernachtet. Abends auf englisch unterhalten und bald geschlafen. Tagsüber die 2. gepolsterte Unterhose mit angezogen. Vielleicht ist mein Fettpolster zu schnell geschwunden.

08.11.2000

Früh aufgestanden und Sachen zusammengepackt. Der Dorfchef wollte kein Geld, deshalb eine Dose Thunfisch und Bonbons gegeben. 7.00 Uhr losgefahren. Ab 9.30 Uhr war Gegenwind. 1 Liter Cola getrunken. Es macht mir nichts. Zu Mittag Banane und Erdnüsse. Schon gegen 14.00 Uhr in Ouagadougou angekommen. An einer Tankstelle Erdbeersaft und Malzbier getrunken. Dann wurde ich zur »Botschaft« geführt, aber es war die Residenz der Frau Frick. Vertreterin des Botschafters. Sie gab mir was zu trinken und erkundigte sich nach meinem Päckchen. Es war noch nicht da. Im Hotel Palm Beach einquartiert. Es war mit 36.000 CFA sehr teuer, aber es hatte eine Badewanne. Nach dem Bad Beefsteak gegessen. Meine Mastercard wurde angenommen. Im Internetcafe Mails beantwortet. 2 Bier getrunken und ins Bett gegangen.
"); ?> "); ?> Reisetagebuch 01.11. bis 08.11. 2000