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10.09.2000

Erst gegen 8.00 Uhr aufgestanden. Vorher gegen 4.00 Uhr eine Tablette gegen Erkältung genommen. Nach dem Frühstück in der Stadt Tee getrunken. Karten und Briefe geschrieben. Die Stadt ist einigermassen sauber und hat schon gestern einen guten Eindruck gemacht. Kuchen und Eis gegessen. Dem Magen geht es schon besser :)) Aber nach 2 km Fußweg total verschwitzt und ausser Atem. So kann ich noch nicht weiterfahren. Weil Sonntag ist, hat die Apotheke zu. Die Stadt ist ruhig. Es wird mir geraten, die asphaltierte Strasse zu nehmen. Abends kommt die Sonne. Sofort wird es angenehm. Mit einem Pullover zum Essen gegangen. Da es den gleichen Fisch gab, Kotelett gegessen und für morgen Moräne bestellt. Obwohl ich krank bin, geht es mir super und ich bin glücklich. Ich mache mir z.Z. über nichts Sorgen. Ich bin so braun wie nie und habe bestimmt schon einige kg abgespeckt.

11.09.2000

Der Husten löst sich. Sattel polstern lassen für 30 DH = 6,00 DM. Anschliessend mit dem Range Rover nach St. Quarsik gefahren. Die Piste ist für das Fahrrad zu schlecht. Entgegen einer Aussage fuhr kein Auto zurück. Also 18 km gelaufen. Das merkte ich dann im Rücken.

12.09.2000

Am Atlantik waren immer Wolken und Nebel. Ab 17.00 Uhr kam die Sonne heraus. Ich habe mir im Bett das Essen servieren lassen, um meinen Rücken zu schonen. Gegen 9.00 Uhr losgefahren. In Mesti Sardinen zum Mittag gegessen. Ab dort wurde die Strasse einspurig. Ich musste ein ganzes Gebirge überwinden. Viel geschoben. Mit Kindern und Strassenarbeitern gesprochen und Tee getrunken. Gegen 17.30 Uhr Guelmim erreicht. Ca. 7 Jungen empfingen mich mit ihrem Fahrrad. Auch Ältere loben immer wieder Deutschland. Hotel mit Dusche. Nach dem Duschen erst mal ins Internetcafe. Nach dem Essen für Mohammed einen Brief an seine Freundin in Nottuln geschrieben. Anschliessend mit Mohammed Bier auf dem Schwarzmarkt gekauft. Ich treffe ihn an jeder Ecke wieder. Brauche noch Amber gegen Skorpione und Schlangen. Gegen Mitternacht zu Bett. Guelmim kann als Beginn der Wüste = Desert angesehen werden.

13.09.2000

Gegen 9.00 Uhr zum Internetcafe. Alle hatten geschlossen, trotz angegebener Öffnungszeit. Aus der Stadt herausgefahren. Gegen 10.00 Uhr hat Christine meine Mail von gestern noch nicht gelesen. (Hat sie wohl, nur nicht direkt geantwortet) Angenehme Temperatur, gute Strasse, relativ wenig Autos. Nach der Hälfte der Wegstrecke nach Tan Tan war ein Militärposten, der meinen Namen aufschrieb. Dort in einem Laden geblieben, weil es der letzte Ort vor Tan Tan sein sollte, ich Nasenbluten hatte und müde war. Vielleicht zehrt die Sonne. Morgen probiere ich es mit Hemd. Mit verschiedenen jungen Männern Tee getrunken und Spass gehabt. Sie brachten mir ein wenig arabisch bei. Ich will Khadija damit überraschen. Nachmittags merke ich mein rechtes Knie. Gegenwind kommt auf. Morgen soll es früh losgehen. Bei einem Lehrer auf einem Bauernhof mit den 4 Männern vom Nachmittag geschlafen. Einem soll ich auf englisch einen Brief schreiben.

14.09.2000

Nach Reis und Tee zum Frühstück gegen 9.00 Uhr losgefahren. Zuerst ganz eben, dann wurde es wieder hügelig. Nach 100 m schieben, bin ich schon total k.o. Ich weiss nicht, woran das liegt. Vielleicht ist es die Grippe, die in mir steckt oder die Sonne, die ich ansonsten wegen des Fahrtwindes kaum merke. Aber ein Polizist - 3. Kontrolle in Marokko - sagte, dass es heiss ist in Qued Draa. In Tan Tan ganz gutes Hotel gefunden. Geduscht! Internetcafe aufgesucht. Die Strassen sind sehr gut, nur alle 5 Minuten ein Auto. Hier hat es seit 4 jahren nicht geregnet. Trotzdem sind viele sehr stinkende Pfützen da. Vermutlich entleeren LKWs schlechte Fracht. Es war kein Ort bis Tan Tan. Ab Tan Tan Plage muss ich dann viel Wasser mitnehmen. Abends Fisch gegessen und etwas die Stadt angesehen. Sie ist ziemlich gross. Hier nehmen sie die Visacard nur noch bei der Bank.
63 km in 4 Stunden

15.09.2000

Nach dürftigem Frühstück losgefahren. Ein Berg bis Tan Tan Plage. Enttäuschend, nur 1 schlechtes Hotel. In der Apotheke Hustenmedikamente gekauft. Im Strandrestaurant gut zu Mittag Steak gegessen. Ich überlege, ob ich noch Sachen zurückschicken soll. z.B. Heringe, Regenzeug (Medikamente) Filme, Batterien und Essgeschirr. Die Sachen zu Khadija geschickt mit der Bitte, die Filme Christine zukommen zu lassen. Leider den Tacho aus Versehen auf 0 gestellt. Zum ersten Mal im Kanister 3 Liter Wasser mitgenommen. Der Fisch, eine Flunder war gut. Besuch des Internetcafes. Bei der Rückkehr im Hotel war ein Empfang mit Kuchen für mich vorbereitet worden. Noch ca. 1 Stunde mit ca. 10 Leuten unterhalten. Dann ins Bett.

16.09.2000

Erst gegen 9.00 Uhr losgekommen. Das Hotelpersonal schlief noch. Dann eine praktisch ebene Strasse bis Sidi Akhtennir. Am Qued Zahar plötzlich 3 Tankstellen. Die ersten Löffler gesehen. Leider war starker Gegenwind, der etwas bremste. Abends in Sidi Akhennir in dem ersten Restaurant, welches nach nichts aussah, sehr leckeren Fisch gegessen. Die Polizei kontrollierte mich im Restaurant zum 5. mal seit Guelmim. Dann lud sie mich ein, beim Polizeiposten zu schlafen. Zu meiner Sicherheit. Ich nahm an. Einen besseren Platz gab es sowieso nicht. Im Restaurant vorher waren aber auch einige Bettgestelle im Raum. Zuerst wollte ich da bleiben. Das Wetter ist nebelig, als wenn es gleich anfangen würde, zu regnen. Die Luft ist sehr feucht und der Wind kühl. Nierenschutz angezogen. Strasse gut, Autos alle 5 Minuten. Also ideal zum Fahren. Die Strasse ist fast immer nur 50 m vom 100 m Steilufer entfernt. Alle 300 m sitzt ein Angler, der von oben die Fische fängt. Kormorane und Fahrrad fotografiert. Früh geschlafen. Ich fühle mich wohl.

17.09.2000

Lange und gut geschlafen. Erst gegen 8.00 Uhr aufgestanden. Im gleichen Restaurant spärlich gefrühstückt. Dann gut und flott mit dem Wind gefahren. Teilweise war die Strasse vom Sand verweht. Zwischendurch etwas Tee bekommen. Auf den Klippen geschlafen. Es scheint auch verwilderte Schafe zu geben. Nach dem Mittag für 15 km starker Rechtswind, der sehr nervte, weil es anstrengend ist, auf die Knie geht und ich nicht weiterkomme. Dann wurde es wieder besser. Abends Tarfaya erreicht. Unangenehmes Hotel, schlechter Service, unsauber, geldgierig usw. Zum Waschen in einen Duschsalon gegangen. Heisses Wasser aus dem Eimer. Aber es tat gut. Ein deutsch sprechender Fischer lud mich zum Essen ein. Das Essen war sehr gut. Adressen getauscht. Er möchte gern direkt Fisch nach Deutschland liefern. Gegen Mitternacht ins Bett. Zum ersten Mal ganzen Tag Nierenschutz getragen. Abends Pullover.

18.09.2000

Bei der gleichen Familie gefrühstückt. Brot und Erdbeermarmelade dazu gesteuert. Dann bei strahlend blauem Himmel und starkem Rückenwind fast total eben gefahren. An Tankstellen und einer Wasserstelle Pause gemacht. An dem Wasserkiosk fotografiert, Tee getrunken und Hammel zu Mittag bekommen. Gegen 16.00 uhr in Laayoune eingefahren. 3 Sterne Hotel gefunden mit Badewanne. Herrlich!!! Im Internetcafe gab es keine Nachrichten für mich. Fisch gegessen und mit Khadija telefoniert. Nach Teetrinken ins Bett. Schlecht eingeschlafen. Seit Guelmim 6. Mal kontrolliert worden. Aber die Polizei ist sehr nett.

19.09.2000

Lange im Bett geblieben. Kurz gebadet und gefrühstückt. Mineralien als Wasserzusatz nicht bekommen. Bei starkem Rechtswind 25 km bis Laayoune Plage gefahren. Dort gutes sauberes spanisches Hotel gefunden. In der Stadt gebummelt. Dann bis Abends geschlafen. Muss doch wohl sehr müde sein. Dann gebratene Sardinen vom Stand gegessen und Essensvorrat für morgen eingekauft. Ich überlege, ob ich Sattel und Lenkrad etwas höher stellen soll. Früh zu Bett. Angeblich ist hier Sommer und die heisseste Jahreszeit nach Karte. Aber Abends ist mir im Hemd zu kühl.

20.09.2000

Im Hotel gab es kein Frühstück. Dieses in der Stadt eingenommen. Dann gute Fahrt nur manchmal Wind von rechts bis Sensid. Dort an der Tankstelle mit Moschee gegessen und nach einem Schlafplatz gefragt. Sie verwiesen mich auf mein Zelt. Zum Strand gefahren. Dort waren Jungen, in deren Haus ich schlafen konnte. Wetter super angenehm. Ab 16.30 Uhr Pullover angezogen. ca. 40 Autos und gute Strasse. Herrlich. Ich merke die Sonne auf der Haut. Den ganzen Tag kein Hemd und keinen Hut aufgehabt. Die Jungens pflanzen hier Bäume für eine spätere Stadt. Wir kletterten am Steilufer entlang und sie zeigten mir verschiedene Quellen und wie das Wasser am Ufer aus den Felsen kommt und von oben herunter tropft. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Mit der Abendsonne hätten es fantastische Fotos werden können. Das Klettern war gefährlich, aber hochinteressant. Abends noch mal Fisch gegessen und spät geschlafen. Aus dem Haus sollte ich Abends wieder raus, weil es zur Tankstelle gehört. Bei dem Führer der Jungen im Zelt übernachtet.
"); ?> "); ?> Reisetagebuch 10.09. bis 20.09. 2000