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29.07.2000

Letzter geschäftlicher Termin, Verabschiedung von der Familie und dann noch bis 2.00 Uhr verschiedene Dinge geordnet.

30.07.2000

5.30 Uhr wach geworden. Restliche Sachen eingepackt. 7.00 Uhr Abfahrt. Gemischte Gefühle. Am Annaberg Rast gemacht. Merke, dass ich völlig untrainiert bin. Das Rad ist viel zu schwer. Gegen 14.00 Uhr Ankunft bei Evelyn in Wesel. (60 km) Das Treppensteigen geht nur langsam. 8 kg Gepäck aussortiert.

31.07.2000

Nachts nicht geschlafen (3. Nacht in Folge) 6.30 Uhr aufgestanden, gefrühstückt 9.15 Uhr Abfahrt. Siegfried getroffen, hat mich 40 km begleitet. Meine körperlichen Beschwerden sind erstaunlich gering. Stiftzahn wackelt. Das Gepäck muss noch deutlich reduziert werden. Übernachtung in Stürzelberg. Wetter wird besser.

01.08.2000

Wieder nicht gut geschlafen. 7.00 Uhr gefrühstückt, dann losgefahren an der B 9. In Köln noch mal mit der Familie telefoniert. Die Radwege am Rhein sind schön und leicht zu fahren. Eine Amerikanerin begleitet mich ein Stück. Ich muss auf ihre Gepäckmenge kommen. Hinter Remagen in einem Moselhotel übernachtet.

02.08.2000

Nicht gut geschlafen. Gegen 5.00 Uhr starkes Gewitter. 7.30 Uhr gefrühstückt. Moselmündung abgekürzt. Dabei viel geschoben. Abfahrt zur Mosel mit 53 km/h. So schnell war das Fahrrad auch leer noch nie. Ist aber gefährlich. Durch den hoch liegenden Schwerpunkt des Nachläufers bauen sich Schwingungen auf. Mittagspause an der Mosel. Zauneidechsen legen sich auf meinen Bauch und meine Beine für ein Sonnenbad. Starker Gegenwind. Erste Schwierigkeiten mit dem Magellangerät. In Treis übernachtet.

03.08.2000

Morgens Regen bei Sonnenschein. Ab Mittags nur noch Sonne. Sonnenbrand im Gesicht. Die Moselschleifen ziehen sich sehr lang hin, sind aber gut zu fahren. 1 km Luftlinie gleich 15 km Straße. Ankunft in Bernkastel Kues. Abends in die Stadt gegangen. Mich mit Patrick, meinem Mitfahrer für Samstag in Trier verabredet.

04.08.2000

Den ganzen Tag Sonne. Versucht eine Moselschleife abzukürzen. Der Berg war aber auf der anderen Seite viel steiler. Deshalb gab es keine Wege mehr. Folge: 1 Stunde in den Weinbergen herumgeschoben ohne weiterzukommen. Die Ruhe ist herrlich. In Trier das Handy aufgeladen. Dann einen Masseur gesucht. Trotz 20 Telefonaten fand sich keiner. Noch mal mit der Familie und dem Büro telefoniert. Ich freue mich, dass Matthias mich so gut vertritt und sich so einsetzt.

05.08.2000

7.00 Uhr aufgestanden und schon mal Sachen zusammengestellt, von denen ich mich trennen kann. Das Magellangerät ist defekt. Es schaltet sich immer von selbst aus. Gegen 8.15 Uhr brachte Herr Schnell seinen Sohn Patrick. Er wird mich auf der Reise begleiten. 10 kg Gepäck aussortiert. Herr Schnell nimmt sie mit nach Hause. Die Sachen werden dann von Lingenfeld bei Speyer abgeholt. Letzes Mal vom Handy mit den Kindern und der Familie telefoniert. Dann gemeinsame Weiterfahrt mit Patrick nach Sierk.

06.08.2000

Lange geschlafen. 8.30 Uhr gefrühstückt. Herrliches, nicht zu warmes Wetter. 80 km gefahren bis Pagny sur Moselle. Die Beine sind etwas schwer. Wir überlegen uns, aus Zeitgründen von Sète mit dem Schiff nach Tanger Marokko zu fahren und somit gar nicht durch Spanien zu reisen.

07.08.2000

Gegen 8.00 Uhr losgefahren. Unterwegs nicht viel besonderes. Ich überlege ständig, was ich noch an Gepäck entbehren kann. Auch nach 1 Woche Fahrt sind die Muskeln noch nicht so gut ausgebildet. Die Beine sind ganz schön schwer. Nachmittags die Mosel verlassen. Abends Übernachtung in Pagny-sur-Moselle in einem Fernfahrerhotel. War recht angenehm, da es neu war und wir nett empfangen wurden. Es bewölkt sich und sieht nach Regen aus.

08.08.2000

8.00 Uhr bei Nebel losgefahren. Wegen der vielen Hügel habe ich kilometerweise geschoben. Schöne Landschaft. Rote Milane, Raubwürger und Spechte mit rotem Kopfdeckel gesehen. Nachmittags einen Masseur gefunden. Schultern massiert und Elektroschocks bekommen. Übernachtung in Neufchâteau. Abends Deutsche aus Tuttlingen getroffen und denen noch einmal ca. 8 kg Gepäck mitgegeben. Abends Regen.

09.08.2000

Gut geschlafen. Morgens Hochnebel dann viel Sonne. Wieder viel geschoben aber die wenige Fahrt von gestern hat gut getan. Es geht schon viel besser. Ich spüre, dass ich heute viel Sonne mitbekommen habe. Zum ersten Mal muss ich den Hut aufsetzen. Übernachtung Landres [oder Londres, sorry, kann ich nicht lesen. -Christine-]. Patrick schläft in der Jugendherberge.
"); ?> "); ?> Das Reisetagebuch 29.7. bis 9.8. 2000