Letzter geschäftlicher Termin, Verabschiedung von der Familie und dann noch bis
2.00 Uhr verschiedene Dinge geordnet.
30.07.2000
5.30 Uhr wach geworden. Restliche Sachen eingepackt. 7.00 Uhr Abfahrt.
Gemischte Gefühle. Am Annaberg Rast gemacht. Merke, dass ich
völlig untrainiert bin. Das Rad ist viel zu schwer. Gegen 14.00 Uhr
Ankunft bei Evelyn in Wesel. (60 km) Das Treppensteigen geht nur langsam. 8
kg Gepäck aussortiert.
31.07.2000
Nachts nicht geschlafen (3. Nacht in Folge) 6.30 Uhr aufgestanden,
gefrühstückt 9.15 Uhr Abfahrt. Siegfried getroffen, hat mich 40 km
begleitet. Meine körperlichen Beschwerden sind erstaunlich gering.
Stiftzahn wackelt. Das Gepäck muss noch deutlich reduziert werden.
Übernachtung in Stürzelberg. Wetter wird besser.
01.08.2000
Wieder nicht gut geschlafen. 7.00 Uhr gefrühstückt, dann
losgefahren an der B 9. In Köln noch mal mit der Familie telefoniert.
Die Radwege am Rhein sind schön und leicht zu fahren. Eine Amerikanerin
begleitet mich ein Stück. Ich muss auf ihre Gepäckmenge kommen.
Hinter Remagen in einem Moselhotel übernachtet.
02.08.2000
Nicht gut geschlafen. Gegen 5.00 Uhr starkes Gewitter. 7.30 Uhr
gefrühstückt. Moselmündung abgekürzt. Dabei viel
geschoben. Abfahrt zur Mosel mit 53 km/h. So schnell war das Fahrrad auch
leer noch nie. Ist aber gefährlich. Durch den hoch liegenden
Schwerpunkt des Nachläufers bauen sich Schwingungen auf. Mittagspause
an der Mosel. Zauneidechsen legen
sich auf meinen Bauch und meine Beine für ein Sonnenbad. Starker
Gegenwind. Erste Schwierigkeiten mit dem Magellangerät. In Treis
übernachtet.
03.08.2000
Morgens Regen bei Sonnenschein. Ab Mittags nur noch Sonne. Sonnenbrand im
Gesicht. Die Moselschleifen ziehen sich sehr lang hin, sind aber gut zu
fahren. 1 km Luftlinie gleich 15 km Straße. Ankunft in Bernkastel
Kues. Abends in die Stadt gegangen. Mich mit Patrick, meinem Mitfahrer
für Samstag in Trier verabredet.
04.08.2000
Den ganzen Tag Sonne. Versucht eine Moselschleife abzukürzen. Der Berg
war aber auf der anderen Seite viel steiler. Deshalb gab es keine Wege mehr.
Folge: 1 Stunde in den Weinbergen herumgeschoben ohne weiterzukommen. Die
Ruhe ist herrlich. In Trier das Handy aufgeladen. Dann einen Masseur
gesucht. Trotz 20 Telefonaten fand sich keiner. Noch mal mit der Familie und
dem Büro telefoniert. Ich freue mich, dass Matthias mich so gut
vertritt und sich so einsetzt.
05.08.2000
7.00 Uhr aufgestanden und schon mal Sachen zusammengestellt, von denen ich
mich trennen kann. Das Magellangerät ist defekt. Es schaltet sich immer
von selbst aus. Gegen 8.15 Uhr brachte Herr Schnell seinen Sohn Patrick. Er
wird mich auf der Reise begleiten. 10 kg Gepäck aussortiert. Herr
Schnell nimmt sie mit nach Hause. Die Sachen werden dann von Lingenfeld bei
Speyer abgeholt. Letzes Mal vom Handy mit den Kindern und der Familie
telefoniert. Dann gemeinsame Weiterfahrt mit Patrick nach Sierk.
06.08.2000
Lange geschlafen. 8.30 Uhr gefrühstückt. Herrliches, nicht zu
warmes Wetter. 80 km gefahren bis Pagny sur Moselle. Die Beine sind etwas
schwer. Wir überlegen uns, aus Zeitgründen von Sète mit dem
Schiff nach Tanger Marokko zu fahren und somit gar nicht durch Spanien zu
reisen.
07.08.2000
Gegen 8.00 Uhr losgefahren. Unterwegs nicht viel besonderes. Ich
überlege ständig, was ich noch an Gepäck entbehren kann. Auch
nach 1 Woche Fahrt sind die Muskeln noch nicht so gut ausgebildet. Die Beine
sind ganz schön schwer. Nachmittags die Mosel verlassen. Abends
Übernachtung in Pagny-sur-Moselle in einem Fernfahrerhotel. War recht
angenehm, da es neu war und wir nett empfangen wurden. Es bewölkt sich
und sieht nach Regen aus.
08.08.2000
8.00 Uhr bei Nebel losgefahren. Wegen der vielen Hügel habe ich
kilometerweise geschoben. Schöne Landschaft. Rote Milane,
Raubwürger und Spechte mit rotem Kopfdeckel gesehen. Nachmittags einen
Masseur gefunden. Schultern massiert und Elektroschocks bekommen.
Übernachtung in Neufchâteau. Abends Deutsche aus Tuttlingen
getroffen und denen noch einmal ca. 8 kg Gepäck mitgegeben. Abends
Regen.
09.08.2000
Gut geschlafen. Morgens Hochnebel dann viel Sonne. Wieder viel geschoben
aber die wenige Fahrt von gestern hat gut getan. Es geht schon viel besser.
Ich spüre, dass ich heute viel Sonne mitbekommen habe. Zum ersten Mal
muss ich den Hut aufsetzen. Übernachtung Landres [oder Londres,
sorry, kann ich nicht lesen. -Christine-]. Patrick schläft in der
Jugendherberge.