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XII. Folgende Dinge habe ich in Afrika nicht verstanden:


1. In der Sahelzone gibt es sehr viele Kühe. Die Kühe sind aber nicht hauptsächlich weibliche Kühe, die Milch geben, um Milch, Käse und Butter erzeugen zu können, sondern es gibt meinem Empfinden nach genau so viele Bullen. Die Herden werden von Hirten bewacht. Die Milch, die man dann fast nur im Supermarkt kaufen kann, kommt aus Frankreich. Es gibt -ausser in Supermärkten, wo man fast alles kaufen kann- nur ein oder zwei Sorten Weichkäse. In einigen Ländern gibt es keine Joghurts und Butter aus Frankreich, Deutschland oder Holland. Warum? Wegen der Wärme? Liegt hier nicht ein Riesen-Arbeitspotential bereit? Und die Leute brauchen es doch für ihre Gesundheit? Oder?


2. Orangen

Es gibt sehr viele Orangen. Wollte ich aber Orangensaft haben, so gab es nur ganz wenige Orangenverkäufer, die bereit waren, mir die Orangen auszupressen. Es gab zweimal jeweils eine Frau, die mich wegschickte, z.B. zu einer Tankstelle, wo ich dann Orangensaft in Dosen aus Asien kaufen sollte. Warum? In Marokko gibt es Straßenstände, die nur Orangensaft verkaufen, und sie haben guten Absatz.


3. Melonen

Sollte einer Melonen ohne Kerne züchten, so hat er bestimmt Riesen-Absatzmöglichkeiten.


4. Verkaufsläden

In Mali, Togo und Benin gab es Tage, wo ich den ganzen Tag über kein Geschäft gesehen habe. Und es waren Hauptstrassen, sogar Nationalstrassen. Es war mir nicht möglich, Getränke, Früchte oder sonstiges einzukaufen.

Und die Früchte hängen am Baum, werden aber oftmals nicht zum Verkauf angeboten. Natürlich habe ich immer welche bekommen, wenn ich nachgefragt habe, aber das ist ja kein Geschäftsbetrieb.

In Nigeria habe ich oft nach Bananen gefragt, einige Minuten gewartet und dann hatte jemand aus irgendeiner Ecke des Dorfes Bananen organisiert.

Ich werde auch die Kokosnuß nicht vergessen. Sie diente als Mittagessen, war super lecker und tat gut, weil die vorherigen Mahlzeiten schon mager ausgefallen waren. Auch hier liegen Möglichkeiten, Arbeit zu finden.


5. Feuer

Ich beschrieb sie schon unter Punkt V.2. So viel Feuer kann nicht richtig sein. Trotz Insekten und Schlangen. Es waren riesige Savannen- und Buschbrände. Ganze Berge wurden angezündet.


6. Verschmutzung

Auch der Hausfrau in Afrika kann es nicht gefallen, wenn der Fuß des Kindes, ohne und mit Schuhen ständig von Kot, Abfall und Lehm verschmutzt ist.

Es gibt ein riesiges Arbeitspotential im Tiefbaubereich. Also Frischwasser, Abwasser und Wege und Strassen.

Eine Unterstützung für Sauberkeit findet man im Fernsehen. In Kamerun ist eine Fernsehsendung, die sich mehr Sauberkeit zum Ziel gesetzt hat.


7. Krankheiten

Sie hängen natürlich mit dem v.g. Punkt »Sauberkeit« zusammen.

a) Ich habe kranke Kinder gesehen und die Mütter unternehmen nichts. Viele Kinder haben von Würmern dicke Bäuche aber weder wird eine Wurmkur durchgeführt, noch etwas dafür getan, daß andere Kinder nicht auch noch durch Kot der Tiere usw. befallen werden.

b) Wenn Kinder Fieber haben, dann haben sie eben Fieber und fertig. Ein fieberndes Mädchen mit Schüttelfrost lag auf dem Liegeplatz an der Strasse in Burkina Faso und ich bat die Mutter, es zuzudecken. Sie tat es dann auch. Warum hat sie es nicht von sich aus getan?

Zu dem Liegeplatz ist zu sagen, daß es in Afrika sehr viele Sitz- und Liegemöglichkeiten an der Strasse gibt. z.B. wenn man auf den Bus wartet, oder wenn dort ein Verkaufsstand ist, um sich Mittags ausruhen zu können.

c) Ich habe viele Behinderte gesehen. Das schnelle Autofahren scheint wichtiger zu sein.

d) Ich habe viele Polio-Kranke gesehen. Sie waren aber hauptsächlich älter. d.h. so ab 30 Jahren und es gibt Impfaktionen gegen Polio.

e) In Kamerun sah ich etliche Leprakranke.



"); ?> "); ?> Der abschliessende Reisebericht