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V. Was war schlecht an der Reise?


1. Der Dreck, Staub, Gestank und der Krach.


a) Gerade im Wüstengebiet kündigt sich ein Dorf durch den Gestank des Mülls an. Oft wird auch versucht, diesen zu verbrennen und das hat zur Folge, dass in der Nähe einer Stadt oder eines grösseren Dorfes immer ein Feuer ist, dass mit seinem Qualm die Luft verpestet.


b) Ich habe noch nie so viele Fische gesehen, wie in der Wüste! Sie werden LKW-weise abgekippt und riechen entsprechend.


c) Jeder, der im nördlichen Afrika war, kennt die schwarzen Plastiktüten, die der Wind auch dahin treibt, wo nur noch wenige Menschen sind.


d) Alle Negativpunkte vereinigt ein Auto. Die meisten sind alt. Sie stauben, wenn sie über die Piste fahren, sie stinken, weil die Abgase nicht kontrolliert werden und sind entsprechend laut.


e) Schmutzwasserentsorgung gibt es nur in den Städten. Also wird eigentlich überall hingepinkelt. Nicht nur von Menschen, sondern auch von den Tieren, die nicht nur auf dem Hof, sondern auch in den Häusern herumlaufen. Der Geruch ist entsprechend.


f) Eine Stadt, gerade eine Großstadt, kann man durch die Dunstwolke von weitem erkennen. Die Abgase der Autos und der Feuer hüllen auch in der Nacht eine Stadt ein. Yaounde bildet da eine Ausnahme.


g) Es ist eine Ausnahme mit Seltenheitswert, daß man frische, angenehme und duftende Luft einatmen kann. Es kam manchmal nur 1- oder 2-mal am Tag vor. Das wurde natürlich im Regenwald etwas besser, hat mich aber insgesamt sehr erschreckt, weil ich mir das ganz anders vorgestellt hatte.

Vielleicht etwas überspitzt, aber ich möchte sagen, von den 24 Stunden, die ich täglich draußen war, hatte ich 5 Minuten frische Luft. Dies kam hauptsächlich von den in dem nächsten Abschnitt beschriebenen Feuern.



2. Die Feuer


Jetzt sind die Feuer gemeint, die in der Natur wüteten. Sie reichen vom Senegal bis in die Tropen. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht Feuer gesehen habe. Die Menschen verbrennen das Gras und das Unterholz. Natürlich werden die höheren Bäume davon in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe mich erkundigt, was diese Feuer sollen. Man gab mir zu verstehen, daß diese Feuer jedes Jahr, wenn der Harmattan weht und Trockenheit ist, angezündet werden. Es soll das Ungeziefer und die Schlangen verscheuchen. Nun, der Erfolg ist da. Die Schlangen liegen totgefahren auf den Strassen oder werden von den Milanen und Kuhreihern, die über dem Feuer kreisen, aufgefressen.

Mücken und bestimmte andere Insekten gibt es ganz wenig. Mücken gab es eigentlich nur an den grossen Flüssen. Aber auch andere Tiere habe ich nicht gesehen. Auf dem Weg waren ständig Milane, Kuhreiher; oft Schwalben und einige Vogelarten. Das wechselt natürlich mit der Gegend.

Aber ansonsten sind in Deutschland mehr Tiere zu sehen. Das hätte ich nicht erwartet, kann aber durch die Feuer erklärt werden.

Diese Situation wird in den Tropen besser. Dort sind aber auch wegen der Feuchtigkeit nicht mehr so viele Feuer.



3. Das aggressive Fahrverhalten


Ich habe nicht verstanden, wie diese doch so freundlichen Menschen in grosser Anzahl aggressiv werden, wenn sie hinterm Steuer sitzen!

Es wird rücksichtslos gerast. So schnell, wie das Auto auch nur sein kann.

Da können Menschen, Frauen und Kinder - auch Kleinkinder - auf der Strasse sein, es wird gehupt und gerast.

Auch wenn die Strasse eine Piste ist; wenn Wäsche zum Trocknen oder zum Verkaufen am Straßenrand ist; wenn eine Gruppe Kinder zur Schule geht; ob in einem Dorf oder auch ausserhalb:

Es wird Gas gegeben, dass es nur so staubt. Dies gilt für LKW´s genauso wie für PKW´s.

Auch wenn es ein Gefahrguttransport ist.

Auffallend sind Busse. Reisebusse gibt es hier weniger. Aber diese "Buschtaxis" vollgestopft mit Menschen - zusätzliche Sitze sind eingebaut - und mit Transportgütern auf dem Dach.

Sie fahren so in die Kurven, daß es aussieht, als fallen sie gleich um. Ziegen werden auf dem glatten Dach gestellt, am Kopf angebunden, und wie sie an das Ziel ankommt, bleibt abzuwarten.

Sollte man als Radfahrer ein solches Auto im Spiegel sehen, so ist Vorsicht geboten.

Das gleiche gilt für bestimmte LKW´s. Es gab ca. 3-mal die Situation, dass sich ein LKWfahrer einen Spass daraus gemacht hat, mich von der Strasse zu drängen.

Sie hupen und fahren wenige cm an mir vorbei. Der LKW an einer Unfallstelle und in Kamerun auf einer breiten 2-spurigen Strasse hätte mich von hinten überfahren, wenn ich nicht von der Strasse gefahren wäre!

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Barkasse 20 cm tiefer als die asphaltierte Straße ist oder eben.



4. Banken


Ich hätte es nicht gedacht, aber man muss damit rechnen, daß die Banken kein Geld rausrücken, auch wenn du einen Travellerscheck oder eine Kreditkarte hast. Das gilt nicht nur für eine Bank, sondern ist abhängig vom Land und der Art des Schecks bzw. der Karte.

Sie geben sich keine Mühe, sich nach deiner Kreditwürdigkeit zu erkundigen, auch wenn du sogar das Telefonieren dafür bezahlen würdest.

Der Herr Leonard Fotabong von Menji Bransch der Fa. National Investment and Savings Cameroun scheute sich nicht, für das Einlösen eines Travellerschecks 30% des Geldes zu nehmen. Nachdem ich dann um seinen Namen bat - er ist der Geschäftsführer in der Filiale in Fontem - gab er mir schnell noch 10% heraus.



"); ?> "); ?> Der abschliessende Reisebericht