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IV. Was war das Schönste dieser Reise?


Es war die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen am Straßenrand. Es tut einfach unheimlich gut, wenn man "willkommen" ist.

Übrigens: Wer das nicht kennt, kann es sich bei uns in Europa nicht vorstellen. Sollte ich mich einen Tag in Deutschland so verhalten, wie die Leute hier sich mir gegenüber, würde ich für verrückt erklärt werden und eingesperrt.


LKW´s und Autos reichten mir aus dem fahrenden Auto die Hand.


Autos, Motorräder, LKW´s fuhren meine Geschwindigkeit, um mit mir zu sprechen.

LKW´s hielten an, um sich mit mir fotografieren zu lassen. Dies war in der Wüste, wo ja auch nicht jeden Tag ein Fahrrad herfährt.

Ganze Schulen mit hunderten von Kindern schrien und winkten mir zu.

Männer und Frauen vom 100 m entfernten Feld oder Fischer von der Küste riefen mir nach und winkten.

Zu Mittag winkten die Leute mich von der Strasse zeigten auf ihr Essen und gaben mir damit während des Fahrens zu verstehen, daß sie mich zum Essen einladen.

Sehr oft hat man mir an den Straßenverkaufsständen etwas geschenkt: Früchte oder ein Getränk oder einen Skorpion mit Henna auf den Oberarm gezeichnet.


Oft wurde ich gefragt, wie ich das denn mit dem Essen und Schlafen mache.

Über diese Frage war ich in der Sahel- und Savannenzone ganz erstaunt. Ich brauchte mir gar keine Gedanken zu machen! Es waren einfach laufend Einladungen da und das war sehr schön.

Und dann möchte ich auch hier das Wildschweinessen in Ross Bethio erwähnen. In der armen Sahelzone habe ich das leckerste Wildschwein gegessen, daß ich je bekommen habe und die Leute wollten nicht einmal Geld dafür.


Natürlich war auch die Verlobungsfeier in Kenitra sehr schön. Dies war eine besonders schöne Einleitung meiner Reise in Afrika. Trotz natürlicher Feier-Vorbereitungshektik fuhr der Brautvater 14 km vor mir her, um mir den Weg zu seinem Haus zu zeigen. Dorthin hatte er mich zum Frühstück eingeladen und es wurden 3 Tage voller Herzlichkeit und Spaß.


Dann nicht zu vergessen meine Übernachtung bei Azemmour/Marokko. Weil das Hotel zu schlecht war, legte ich mich ca.100 m von der Straße entfernt in einem Wald zum Schlafen hin. Zuerst kamen 2 junge Männer, die versprachen, um 22 Uhr wiederzukommen, um nach mir zu sehen. Dann kam gegen 21 Uhr ein junges Ehepaar. Er leuchtete mir mit der Taschenlampe ins Gesicht und erklärte mir, daß das Schlafen hier zu gefährlich sei und nahm mich mit in sein Haus. Dort kamen dann auch die 2 jungen Männer dazu und wir tranken Tee bis Mitternacht. Auf meine Frage, warum denn das Schlafen zu gefährlich sei, erhielt ich dann die Antwort, daß dort um 3 Uhr die Kühe weiden.


Auch wurde ich in Longue Torobe/Senegal mittags von der Straße gewunken und zum Ausruhen eingeladen mit der Begründung, daß es zu heiß sei. Dort blieb ich 2 Tage bei einer Witwe mit drei Mädchen von 11 bis 17 Jahren. Das nächste Haus war 100 m entfernt. Aber die vermutlich vorhandene Angst vor der Gefährlichkeit eines fremden Mannes hat die Familie nicht davon abgehalten, mich gastfreundschaftlich aufzunehmen.



"); ?> "); ?> Der abschliessende Reisebericht